Photovoltaik-Potentiale in Marl

Zusammenfassung

Möglicher spezifischer Energieertrag aller geeigneten Dachflächen in Marl Marl ist eine Gemeinde mit 83.697 Einwohnern und einer Gesamtfläche von 87,75 km². Marl liegt im Kreis Recklinghausen und dem Regierungsbezirk Münster. Das Lanuv-Solarpotentialkataster für Marl basiert auf einer Laserscanbefliegung aus dem Jahr 2013. Dabei wurden 53.597 geeignete Dachflächen auf insgesamt 30.663 Gebäuden ermittelt. Davon sind 13.119 Dächer Flachdächer und 40.478 Dächer wurden als geneigte Dachflächen identifiziert.
Laut den Modulbelegungsberechnung des Lanuv-Solarkatasters bieten die Dachflächen von Marl Platz für insgesamt 1.077.520 Photovoltaikmodule mit einer Gesamtleistung von 299 MWp. Eine Auswertung des Marktstammdatenregisters zeigt jedoch, dass nur 7,4% dieses Potentials erschlossen ist. Würden alle geeigneten Dachflächen mit PV-Anlagen erschlossen, läge der jährliche Stromertrag bei etwa 251 GWh/a. Damit könnten 64.168 Elektrofahrzeuge jeweils 15.000 km weit fahren. Zusätzlich würden 105.598 Tonnen CO2 eingespart.

Photovoltaik-Potentiale der geeigneten Dachflächen

Flachdach mit dem höchsten Ertragspotential in Marl Auf das Flachdach mit dem höchsten Ertragspotential von geschätzten 702 MWh/Jahr passen laut der Modulbelegungsberechnung des Lanuv-Solarkatasters insgesamt 2.730 Solarmodule mit einer Leistung von insgesamt 764,2 kWp. Dabei geht das Lanuv bei Flachdächern in der Studie von aufgeständerten Modulen aus. Für diese Dachfläche wurde ein möglicher spezifischer Stromertrag von 919 kWh/(kWp*Jahr) ermittelt. Die mittlere Punktdichte der Laserscanrohdaten dieser Dachfläche beträgt 11,85 Punkte/m². Das Lanuv ist von Modulwirkungsgraden von 17% ausgegangen.

Schrägdach mit dem höchsten Ertragspotential in Marl Das Schrägdach mit dem höchsten Ertragspotential von geschätzten 1.133 MWh/Jahr hat Platz für insgesamt 4.442 Solarmodule mit einer Leistung von insgesamt 1.243,6 kWp. Für diese Dachfläche wurde ein möglicher spezifischer Stromertrag von 919 kWh/(kWp*Jahr) ermittelt. Die absolute Ausrichtung der Dachfläche beträgt 162° (180°=Süd, 270°= West etc.). Laut der Laserscanbefliegung hat das Dach eine absolute Neigung von 34°. Die mittlere Punktdichte der Laserscanrohdaten innerhalb dieses Gebäudeumrings beträgt 10,86 Punkte/m².

Ausrichtung der geeigneten Dachflächen

Scatter-Histogramm von Neigung und Ausrichtung von geeigneten Dachflächen in Marl In der Grafik links sieht man die Verteilung der Dachflächen in Marl, die für Photovoltaik geeignet sind, basierend auf Ausrichtung und Neigung. Der Scatterplot in der Mitte zeigt die verschiedenen Kombinationen von Ausrichtung und Neigung der Dachflächen, die als geeignet für Photovoltaik gelten. Die Histogramme daneben bieten eine detaillierte Verteilung für beide Achsen, sodass leicht zu erkennen ist, welche Kombinationen am häufigsten sind. Ein Winkel von 0° in Kombination mit -1° Neigung deutet auf ein Flachdach hin, welches sich häufig gut für Photovoltaik eignet.

Solarenergie in Marl: Nur ein Bruchteil des Potentials realisiert

Balkendiagramm mit der Anzahl jährlich installierter Dachflächen-PV-Anlagen in Marl Nach den aktuellen Erhebungen des Marktstammdatenregisters gibt es in der Gemeinde Marl insgesamt 1.672 PV-Anlagen auf Dächern mit einer kombinierten Gesamtleistung von 22.300 kWp. Die linke Grafik zeigt die jährlichen Neuzugänge an PV-Anlagen und die rechte die stetig wachsende Gesamtleistung dieser Anlagen. Es ist offensichtlich, dass die Nutzung von Dachflächen für PV in den letzten Jahren deutlich zugenommen hat.

Balkendiagramm mit der Leistung der jährlich installierten Dachflächen-PV-Anlagen in Marl In Marl sind 7,4% des PV-Potentials umgesetzt. Dies ist zwar besser als der NRW-Durchschnitt, aber immer noch weit entfernt von dem, was möglich und notwendig ist.

Vergleich mit Nachbarstädten

Gemeinde Einwohner PV-Potential [GWh/a] Davon erschlossen [%]
Marl 83.697 251 7,4
Herten 61.910 163 8,1
Recklinghausen 110.714 302 7
Dorsten 74.551 288 16
Oer-Erkenschwick 31.395 88 8,7