Photovoltaik-Potentiale in Essen
Zusammenfassung
Essen ist eine Gemeinde mit 579.432 Einwohnern und einer Gesamtfläche von 210,34 km². Die kreisfreie Stadt Essen liegt im Regierungsbezirk Düsseldorf. Das Lanuv-Solarpotentialkataster für Essen basiert auf einer Laserscanbefliegung aus dem Jahr 2013. Dabei wurden 242.695 geeignete Dachflächen auf insgesamt 134.150 Gebäuden ermittelt. Davon sind 46.133 Dächer Flachdächer und 196.562 Dächer wurden als geneigte Dachflächen identifiziert.
Laut den Modulbelegungsberechnung des Lanuv-Solarkatasters bieten die Dachflächen von Essen Platz für insgesamt 5.170.278 Photovoltaikmodule mit einer Gesamtleistung von 1.438 MWp. Eine Auswertung des Marktstammdatenregisters zeigt jedoch, dass nur 4,3% dieses Potentials erschlossen ist. Würden alle geeigneten Dachflächen mit PV-Anlagen erschlossen, läge der jährliche Stromertrag bei etwa 1.201 GWh/a. Das entspricht knapp 11 % eines großen Atomkraftwerks. Zusätzlich würden 504.468 Tonnen CO2 eingespart.
Photovoltaik-Potentiale der geeigneten Dachflächen
Auf das Flachdach mit dem höchsten Ertragspotential von geschätzten 1.365 MWh/Jahr passen laut der Modulbelegungsberechnung des Lanuv-Solarkatasters insgesamt 5.297 Solarmodule mit einer Leistung von insgesamt 1.482,9 kWp. Dabei geht das Lanuv bei Flachdächern in der Studie von aufgeständerten Modulen aus. Für diese Dachfläche wurde ein möglicher spezifischer Stromertrag von 921 kWh/(kWp*Jahr) ermittelt. Die mittlere Punktdichte der Laserscanrohdaten dieser Dachfläche beträgt 13,57 Punkte/m². Das Lanuv ist von Modulwirkungsgraden von 17% ausgegangen.
Das Schrägdach mit dem höchsten Ertragspotential von geschätzten 970 MWh/Jahr hat Platz für insgesamt 4.059 Solarmodule mit einer Leistung von insgesamt 1.136,4 kWp. Für diese Dachfläche wurde ein möglicher spezifischer Stromertrag von 921 kWh/(kWp*Jahr) ermittelt. Die absolute Ausrichtung der Dachfläche beträgt 236° (180°=Süd, 270°= West etc.). Laut der Laserscanbefliegung hat das Dach eine absolute Neigung von 19°. Die mittlere Punktdichte der Laserscanrohdaten innerhalb dieses Gebäudeumrings beträgt 13,67 Punkte/m².
Ausrichtung der geeigneten Dachflächen
Solarenergie in Essen: Nur ein Bruchteil des Potentials realisiert
Das Marktstammdatenregister listet für die Gemeinde Essen momentan 4.784 Dachflächen-PV-Anlagen auf, die insgesamt eine Leistung von 62.303 kWp erreichen. Links wird die Anzahl der Anlagen visualisiert, die jedes Jahr neu installiert wurden, und rechts deren Gesamtleistung über die Zeit. Der Trend zur steigenden Erschließung von Dachflächenpotenzialen für PV in den letzten Jahren ist nicht zu übersehen.
Essen nutzt aktuell nur 4,3% des gesamten verfügbaren PV-Potentials der Dachflächen und liegt damit weit unter dem Durchschnitt. Dies zeigt, dass noch ein erheblicher Spielraum für Verbesserungen besteht. Es ist von entscheidender Bedeutung, dass die Stadt ihre Anstrengungen intensivieren muss um den Übergang zu erneuerbaren Energien zu beschleunigen.
Vergleich mit Nachbarstädten
Gemeinde | Einwohner | PV-Potential [GWh/a] | Davon erschlossen [%] |
---|---|---|---|
Essen | 579.432 | 1.201 | 4,3 |
Gelsenkirchen | 260.126 | 589 | 5,5 |
Mülheim_an_der_Ruhr | 170.739 | 438 | 4,8 |
Bottrop | 117.311 | 328 | 10,7 |
Oberhausen | 208.752 | 500 | 4,4 |